Gehenlassen.

Es war lange ruhig. Die Worte für diesen Blog waren ausgegangen.

Es gab Themen, die mich als Mutter bewegt haben. Themen, bei denen ich sah, dass auch andere Mamas damit zu kämpfen hatten. Selbstfürsorge. Leichtigkeit. Wo ist mein Raum als Frau und nicht nur als Mutter? Wie möchte ich den Alltag erleben? Wie kann ich persönlich wachsen und Hürden nehmen, vor denen ich gerade stehe?

Wie das Unbehagen vor dem Unbekannten überwinden? Eine der Kernfragen, die mich umgetrieben haben. Mich und die Mamas, die ich seit einigen Monaten zu mehr Leichtigkeit begleite.

Was auf der Strecke blieb, war die Inspiration. Die Muse für die Worte, die sonst so flossen. Je weiter mein letzter Blogbeitrag in die Vergangenheit rückte, desto schwieriger wurde es, wieder zu schreiben. Je mehr stieg der Druck und mein Gedanke der Erwartungshaltung der Lesenden. Gedanken wie „Jetzt hat sie damit angefangen und macht nichts mehr. War ja klar.“ – oder – „Dann war ihre Vision wohl doch nicht so wichtig.“ kamen hoch und machten sich breit. Bis ich begriff, was sie eigentlich waren:

Interpretationen. Bewertungen. Wahrscheinlich nicht die Realität. Nur meine Gedanken.

Zu oft leben wir im Außen. Überlegen, was die Anderen denken und sagen. Meistens natürlich ist es abfällig und wenig wertschätzend – so glauben wir. Blicken wir genauer hin, wird deutlich, dass diese Bewertungen nur aus uns selbst heraus kommen. Dass wir uns selbst wenig Wertschätzung und Vertrauen entgegen bringen, in das, wer wir sind und was wir tun.
Ich hatte das hier begonnen, weil ich schreiben wollte. Weil ich einen Raum für Mamas und Themen geben wollte, die im täglichen Alltag und in der Schnelllebigkeit von Social Media zu kurz kommen. Ich wollte Tempo rausnehmen. Und Druck. Für mehr Leichtigkeit.

Bis ich das Schreiben hier selbst als Druck empfand. Weil ich dachte, ich musste etwas leisten, damit das hier von Bedeutung ist. Mein altes Thema, was ich wieder liebevoll anschauen dürfte.
Jetzt lasse ich ihn wieder gehen – den Perfektionismus. Für etwas Gutes hier, das gut genug ist.

Für den Mut im Leben Entscheidungen anzupassen, die du einmal getroffen hast. Für den Mut sich zu fragen, ob du etwas tust, weil es als Mama und Frau von dir erwartet wird oder weil es wirklich zu dir gehört.

Für den Mut in den Spiegel zu schauen und zu spüren: Du bist gut genug. Ohne zu leisten.

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