Ich bin Sarah.
Ich bin Mutter, Ehefrau, Autorin, Strickerin, Bücherwurm, Hühnerfee, Tierärztin, Gartentante – vor allem aber Frau. Eine Frau, die nicht mehr bereit ist, die eigenen Prägungen ihr Leben bestimmen zu lassen und die eigenen Hürden, die damit einhergehen, so hinzunehmen, wie sie sind.
Vor vielen Monaten begann meine ganz eigene und persönliche Reise, die mir plötzlich einen Weg aufzeigte – hin zu einem Leben, welches mir und meinem Herzen mehr entsprach. Ich erkannte , wie sehr und wie oft ich durch Erwartungen von außen agierte und nicht angetrieben von dem, was mir wirklich wichtig war.
Ich sah mich und meine Hürden in anderen Frauen. Sah deren Verhalten, das deutlich machte, wie stark die weiblichen Rollenbilder in unserer Gesellschaft nach wie vor unser Leben als Frau und Mutter bestimmen. Und gleichzeitig, wie sehr dies bei uns Frauen zur täglichen Erschöpfung führt. Wie selbstverständlich wir das hinnehmen. Wie wenig ich selbst dafür getan habe. Bis jetzt.
Meine eigener innerer Weg führte mich zu Glaubenssätzen und Verhaltensmustern, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden. Der Weg raus aus alten Überzeugungen ist steinig, beängstigend und verursacht anfänglich eine Unsicherheit, die wir glauben, nicht aushalten zu können. Wir haben nichts anderes gelernt, als das, was wir leben. Viele Frauen entscheiden sich daher, im Bekannten zu bleiben – auch wenn es sie unglücklich macht. Ich spiele da nicht mehr mit.
Mein Leben als Mutter hat mir klar vor Augen geführt: Ich möchte der Cyclebreaker sein. Die Frau, die Muster durchbricht und Glaubenssätze hinterfragt. Denn es geht hier nicht nur um mich alleine. Es geht mir als Mutter auch immer um mein Kind. Um weniger Funktionieren. Um weniger leisten zu müssen, um das Gefühl zu haben, etwas wert zu sein. Um Sicherheit, Leichtigkeit, Fülle und Verbindung. Um etwas zu hinterlassen, was bleibt.