Wenn wir als Mamas morgens aufwachen und durch den Tag hetzen, sind sie dabei – unsere Glaubenssätze.
Wenn wir versuchen, die Bedürfnisse der Kinder und was sonst noch so den Familienalltag bestimmt, im Blick zu behalten, wirken sie mit – unsere Glaubenssätze.
Sie sind wie eine zweite Haut, die uns einhüllt, wenn wir abends erschöpft im Bett liegen und uns fragen, warum wir vorhin eigentlich wieder laut geworden sind, als das Kind sich nicht sofort die Zähne putzen wollte.
Es hilft, sich bewusst zu machen, wer wir eigentlich sind und was wir über uns und die Welt glauben. Wenn wir genau hinhören, begegnen uns dann Aussage und Überzeugungen, die wir schon aus unserer Kindheit kennen:
„Benimm dich. Das gehört sich nicht für ein Mädchen.“
„Man darf nicht laut und wütend sein.“
„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“
Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Es zeigt wie verwoben unser Leben mit jenen Glaubenssätzen ist – ohne, dass wir es oftmals bewusst verstehen.
Die Glaubenssätze vermitteln uns Regeln und Werte, die meist über Generationen hinweg weitergegeben werden und die uns zu verstehen geben, was richtig und falsch ist. Oder was die Gesellschaft von uns erwartet.
In dem Begriff „Glaubenssätze“ steckt „Glauben“. An etwas zu glauben, bedeutet für mich, von etwas überzeugt zu sein. Etwas zu unterstützen oder zu befürworten. Im besten Falle wissen wir, warum wir an etwas glauben.
Warum aber glauben wir dann unseren eigenen Glaubenssätzen, ohne vorher überprüft zu haben, ob sie für uns stimmig sind?
Nicht selten schränken uns die Glaubenssätze, die wir unser ganzes Leben lang gehört haben, ein. Besonders als Mama. Sie führen dazu, dass wir glauben, wir müssten uns für unsere Kinder aufopfern, uns dabei selbst vergessen und dass wir erst dann „dran kommen“, wenn die Bedürfnisse aller anderen erfüllt sind. Wir haben gelernt, dass man das als Mama eben so macht.
Viele Mamas hinterfragen nicht, was diesesGlaubenssätze mit ihnen machen. Dass sie tagtäglich an ihre Grenzen gehen und immer wieder darüber hinaus. Dass der Körper weh tut, weil sie nicht auf die Signale hören, die er aussendet. Dass der Körper laut schreit und nach einer Pause verlangt. Kopfschmerzen, Verspannungen, Erschöpfungszustände, Melancholie, Traurigkeit…..werden weggewischt, um weiterzumachen. Es muss ja weitergehen.
Ja, es klingt dramatisch. Ist es auch.
Und so schreibe ich diesen Blog, um dir – liebe Mama – liebevoll die Hand auf die Schulter zu legen und dich zu ermuntern, herauszufinden, welche Annahmen und Überzeugungen bei dir wirken. Es gibt schöne, die dich stärken. Bei anderen merkst du, dass sie dich begrenzen. Sei mutig, jene Glaubenssätze ins Licht zu rücken und zu spüren, dass sie dich daran hindern, ein erfülltes und glückliches Leben zu führen.
Es ist dein Leben. Du entscheidest, was du glaubst und was nicht. Du ganz allein.

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