Selbst & wirksam.
Gestern war Internationaler Frauentag. Es war wild. Überall.
Wir haben uns erhoben, waren laut und haben deutlich gemacht, dass wir uns nicht mehr alles bieten lassen wollen. Dass es reicht.
Zu viel gender pension gap, gender pay gap, gender care gap….einfach zu viele gaps, die auf den Rücken von Frauen und Müttern verteilt werden. Ganz selbstverständlich.
Ja, die fehlende Gleichheit ist schmerzlich spürbar und die Ernüchterung kommt garantiert bei der nächsten Notbetreuung im Kindergarten und Unterrichtsausfall in der Schule. Und immer die Hoffnung, dass das Kind nicht krank wird. Ereignisse, die kompensiert werden müssen. Von Müttern. In vielen Fällen.
Seien wir realistisch. Neben Lautsein und Aufmerksammachen haben wir noch etwas sehr Entscheidendes, was unbewusst immer wieder in den Hintergrund tritt: unsere Selbstwirksamkeit.
Stimmt, wir können das gesellschaftliche Gerüst nicht von heute auf morgen verändern, sodass die gaps sofort kleiner werden. Und ein Umdenken der Generation „Haben-wir-schon-immer-so-gemacht“ wird es so schnell auch nicht geben.
Dennoch: Unsere Kraft der Veränderung bewirkt hingegen etwas in den nächsten Generationen, die kommen werden. All die Söhne und Töchter, die heute mit einem anderen und wertschätzenden Blick auf die Gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern, Müttern und Vätern, schauen. Damit aufwachsen.
Diejenigen Kinder, die spüren und verstehen, dass ohne Frauen und Mütter als emotionaler Mittelpunkt von Familien alles zusammenbrechen würde.
Und was wir für Heldinnen des Alltags sind.
Unsere Selbstwirksamkeit entscheidet, ob wir selbst als Frauen und Mütter wachsen. Wir entscheiden uns dazu andere Frauen zu unterstützen und ihnen unter die Armen zu greifen, damit sie weiterkommen. Immer mit dem Vertrauen, dass diese Energie und Wertschätzung zu uns zurückkommen wird. Und das wird sie.
Wir sind viele. Wir bewegen.

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