Noch einmal auf Anfang.

Wirst du Mutter, ist es wie den RESET-Knopf drücken. Noch einmal alles auf Anfang. Es wird neu gewürfelt.
Zu sagen, dass das vorherige Leben vorbei ist, klingt theatralisch und doch ist es nichts anderes als genau das. Es gibt ein Leben vor dem Kind und eins danach.
Mein liebster Satz war damals: „Das Kind läuft dann einfach mit und bestimmt mit Sicherheit nicht mein ganzes Leben.“
Den sagte ich, bevor ich Mutter wurde – selbstverständlich. Heute staune ich über meine eigene Kühnheit – und meine Unwissenheit.

Für mich steht fest: Die größte Reibungsfläche, wenn eine Frau Mutter wird, lässt sich mit einem Wort zusammenfassen.

Bedürfnisse.

Mütter kümmern sich um Bedürfnisse. Nur oft nicht um die eigenen. Dabei steckt in „Bedürfnisse“ das Wort „dürfen“.
Und genau hier liegt der Ursprung. Der Ursprung für die Erschöpfung der Mütter. Der Ursprung für das Gefühl, nicht mehr im eigenen Leben vorzukommen. Der Ursprung für tiefe Traurigkeit und Überforderung. Und auch – der Keim für Veränderungen.

Was dich als Mutter zurückhält, dich selbst wichtig zu nehmen und zu lauschen, was du brauchst, ist der Glaube, dass du ansonsten eine schlechte Mutter bist. Dass du egoistisch bist. Dass dein Kind darunter leidet. Dass man das eben nicht macht.

Es ist der Weg unserer Mütter und Großmütter, den wir immer weiter und weiter gehen. Es kann ebenso der unsrige sein. Muss es aber nicht. Du entscheidest.

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